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Das ist nur der Anfang – der Kampf geht weiter

Deutschland 1969
45 Minuten
Regie: Claudia von Alemann
FSK: ab 0

1968. Paris. 8 Millionen Franzosen streiken. 10.000 Polizisten stürmen die Barrikaden, genauso viele tausende Studenten und Studentinnen, die auf den Straßen aufbegehren. Die Studierenden besetzen die universitären Räume und Seminare der Sorbonne und forcieren deren Öffnung für die gesellschaftlichen Kämpfe und Debatten, welche die “altehrwürdigen“ Ordnungen und Institutionen infrage stellen. Welchen Part hat hierbei der Film? Welche Funktion kann dem Film in dieser Bewegung zukommen? Wie definiert sich künstlerische Tätigkeit im Rahmen einer neu zu bestimmenden Kulturpolitik? Und wie werden diese Forderungen in der filmischen Praxis ausgeführt? An den entstehenden Debatten und Produktionen beteiligen sich aktiv Filmstudierende, Schüler, Arbeiter, Leute aus sozialistischen Gruppen und Filmemacher/innen, darunter selbst etabliertere Filmregisseure, beispielsweise Jean-Luc Godard. Ce n’est qu’un debut… Das ist nur der Anfang… Unter ihnen die junge Autorenfilmerin Claudia von Alemann, Studentin von Alexander Kluge an der Hochschule für Gestaltung in Ulm. Im Mai 1968 machte sie sich auf nach Paris, um sich an den Filmkollektiven anzuschließen. Ihr Film Ce n’est qu’un debut – continuons le combat/ Das ist nur der Anfang – der Kampf geht weiter. ist ein einzigartiges Dokument dieser politischen Bewegung und dieser Zeit.

Mit Podiumsdiskussion zum Thema Mai 1968. An der Diskussionsrunde nehmen die Regisseurin Claudia von Alemann, Herr Dr. Rüdiger Koch und eine noch nicht namentlich bekannte Person teil, die die 68er Ereignisse aus ostdeutscher Perspektive reflektieren soll.

Claudia von Alemann, (geb. am 23. März 1943 in Seebach, Thüringen) studierte 1963-1964 an der Freien Universität Berlin Soziologie und Kunstgeschichte, bevor sie sich 1964-1968 an der Hochschule für Gestaltung Ulm am Institut für Filmgestaltung einschrieb. Nach 1968 engagierte sie sich in verschiedenen feministischen Organisationen in Frankfurt. 1973 organisierte sie mit Helke Sander das 1. Internationale Frauen-Filmfestival in Berlin. Sie drehte Kurzfilme und Dokumentationen über Politik, Filmarbeit und Feminismus. Ihr Spielfilm „Die Reise nach Lyon“ (1978-1980) über Flora Tristan, eine französische Frauenrechtlerin des 19. Jahrhunderts, erhielt 1981 den Preis der deutschen Filmkritik. Ihr Film „Das nächste Jahrhundert wird uns gehören“ (1986/87) erhielt 1987 den Hauptpreis der Jury beim Festival Internationale de Films et Vidéos des Femmes, Montreal, Kanada. Weiterhin wurden ihre Filme mit zahlreichen Spezialpreisen und Auszeichnungen auf internationalen Festivals prämiert. Nach ihrer Dozentur für Film an der Hochschule für Bildende Künste Hamburg wurde Claudia von Alemann 1982 als Professorin für Film an die Fachhochschule Dortmund berufen. Heute lebt und arbeitet sie in Köln, Berlin und Havanna, Kuba. (Uni Paderborn)

 

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