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A E I O U – Das schnelle Alphabet der Liebe

Deutschland/Frankreich 2022
105 Minuten
Buch und Regie: Nicolette Krebitz
Darsteller: Sophie Rois, Milan Herms, Udo Kier
FSK: noch nicht bekannt

Die vierte Regiearbeit der Schauspielerin und Regisseurin Nicolette Krebitz feierte auf der diesjährigen BERLINALE Premiere und zielt nach „Wild“ (2016), in dem sich die Hauptfigur von unserer Sozialisation abgewandt hat, mit "A E I O U – Das schnelle Alphabet der Liebe" mitten hinein in die Sphären des Lebens und der Liebe. Alles beginnt mit einem A, so erklärt zu Beginn des Filmes die weibliche Erzählerstimme: Das „Ah“ beim Orgasmus und der erste Laut, den ein Baby nach der Geburt von sich gibt – am Anfang war nicht das Wort, sondern nur ein Laut: A. Am Anfang dieser ungewöhnlichen Liebesgeschichte wird der Schauspielerin Anna (Sophie Rois), Anfang 60, von einem jungen Typen (mit Milan Herms eine echte Neuentdeckung) die Handtasche entrissen. Und wie man sich angeblich „immer zweimal im Leben wiedersieht“, treffen die beiden wieder zusammen, als der Dieb vor Annas Wohnungstür steht, die eigentlich mehr als Sprecherzieherin denn Schauspielerin arbeitet, und ihn wegen eines Sprachfehlers unterrichten soll. Das ungleiche Paar – sie entrückt und spröde; er ein Waisenkind, dem alles egal zu sein scheint – findet zu einer Freundschaft, eine Liebe vielleicht gegen jedwede Konvention. Mit immer wieder überraschenden Wendungen, die die beiden aus einer spartanischen Berliner Altbauwohnung heraus – herrlich: Udo Kier als väterlich anmutender Vermieter – über Diebestouren durchs KaDeWe und gar bis an die Côte d’Azur führt, gelingt Krebitz eine temporeiche, poetisch-versponnene und fantasievolle Sommerkommödie, die auch dank Kameramann Reinhold Vorschneider eine große Verbeugung vor dem französischen Film der 60er- und 70er Jahre ist.

 

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