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Eleanor & Colette

Deutschland/Belgien/USA 2017
115 Minuten
Regie: Bille August
Darsteller: Helena Bonham Carter, Hilary Swank, Jeffrey Tambor
FSK: ab 12

Helena Bonham Carter behauptet wohl die Spitzenposition was das Spielen von Filmfiguren betrifft, die man gemeinhin als „verrückt“ oder gar „wahnsinnig“ bezeichnen würde. Dabei darf man sie auf gar keinen Fall – schon aufgrund ihrer immensen Bandbreite - auf diese Exentrik reduzieren. Im exzellenten Zusammenspiel mit der zweifachen Oscar-Preisträgerin Hilary Swank zeigt sie in Eleanor & Colette (Wenn dir Flügel wachsen) wieder ihre Stärke, ganz direkt und bar jeder Gefälligkeit. Die Psychiatrie als Ort ohne Menschlichkeit prangerte erstmals der Kultklassiker „Einer flog übers Kuckucksnest“ an. Das mit fünf Oscars ausgezeichnete Drama des neulich verstorbenen Milos Forman sorgte damals für ein Umdenken. Nun rückt Regisseur Bille August (Fräulein Smillas Gespür für Schnee) das Tabuthema abermals ins Blickfeld. Berührend zeigt der dänische Oscar-Preisträger den Kampf der couragierten Psychiatriepatientin Eleanor Riese, aufbauend auf einer wahren Geschichte, gegen die Pharmazie- und Krankenhausindustrie für mehr Selbstbestimmung. San Francisco 1985: Die mit paranoider Schizophrenie diagnostizierte Patientin Elanor Riese weigert sich das ihr verordnete Psychopharmaka einzunehmen. Aber sie kennt die starken Nebenwirkungen dieses Präparats, die ihre Befindlichkeit nur verschlimmern. Sie zielt lediglich darauf ab, selber zu entscheiden, welches Medikament sie nimmt. Allem Anschein nach mitgenommen sucht sie nach dieser Zwangsbehandlung nach Hilfe, um dieses Gefühl des Ausgeliefertsein nicht weiter ertragen zu müssen. Ihr Kampf für mehr Menschlichkeit stellte ein Meilenstein für Psychiatriepatienten in den Vereinigten Staaten dar.

 

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