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Utøya 22 Juli

Norwegen 2018
90 Minuten
Regie: Erik Poppe
Buch: Siv Rajendram Eliassen, Anna Bache-Wiig
Darsteller: Andrea Berntzen, Aleksander Holmen, Brede Fristad
FSK: noch nicht bekannt

Allein das Vorhaben zu einer filmischen Aufbereitung der Geschehnisse am 22. Juli 2011 bewirkt eine Kontroverse. Regisseur Erik Poppe hat sich mit seinem Werk aber trotzdem dafür entschieden, die Minuten des Attentats auf der vor der norwegischen Küste gelegenen Insel Utøya sichtbar zu machen, welches 69 Opfer forderte. Auf der Pressekonferenz der diesjährigen Berlinale, wo der Film Weltpremiere erlebte, erklärte der Filmemacher: „Wenn ich mir das heutige Europa ansehe, realisiere ich, dass der Neo-Faschismus Tag für Tag wächst. Wir müssen uns daran erinnern, was auf der Insel passiert ist und wie Rechtsextremismus aussehen kann. Deswegen hatte ich das Gefühl, dass ich in die Materie gehen muss.“ Die Kamera in Poppes Film begleitet die 19-jährige Kaja (brillant verkörpert von Nachwuchstalent Andrea Berntzen), die auf der Insel mit ihrer jüngeren Schwester Emilie ein paar Ferientage verbringt. Es gibt eine Auseinandersetzung, Emilie hat keine Lust auf das Zeltlager und will ungern zum anstehenden Barbecue, zu dem Kaja als Folge alleine geht. Auf einmal ist der erste Schuss zu hören. Mit dieser Situation beginnt eine 72 Minuten lange, in einer einzigen Einstellung gefilmte, aus der Perspektive der Opfer in Szene gesetzte, aufwühlende Rekonstruktion der Vorgänge. Kajas verzweifelte Suche nach ihrer Schwester.

 

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