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Lebenszeichen - Jüdischsein in Berlin

Deutschland 2018
83 Minuten
Regie: Alexa Karolinski
FSK: ab 0

Die Mutter der Filmemacherin Alexa Karolinski („Oma & Bella“) deckt eine Tafel für das Rosh-Hashanah-Fest. Hierbei erzählt die gebürtige Kanadierin, wie sie das Jüdischsein für sich entdeckt hat. Doch auch, dass sie sich eine halbe Ewigkeit lang beim Anblick von deutschen Männern im Alter ihres Vaters gefragt hat, was ebendiese während des Krieges getan haben. Waren sie Faschisten, verübten sie Verbrechen? Ein Professor erläutert die Medienrezeption der amerikanischen Serie „Holocaust“. Karolinskis Bruder David äußert, dass ihn die Leute aufgrund seiner schwarzen Haare häufig fragen, wo er denn eigentlich „wirklich“ herkäme, und ihm darauf eine gute Entgegnung fehle. Evelyn Gutman singt jiddische Lieder und berichtet, dass sie die letzten Kriegsmonate in einem Berliner Bunker versteckt war und am Leben blieb. Karolinskis Dokumentarfilm sammelt diese Geschichten nicht um einer fortlaufenden Erzählung willen. Ihr geht es besser gesagt um das Gefühl für ein jüdisches Leben, das die Gegenwart folgerichtig mit der Vergangenheit verbindet.

 

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