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Gegen den Strom

Frankreich, Island, Ukraine 2018
101 Minuten
Regie: Benedikt Erlingsson
Darsteller: Halldóra Geirharðsdóttir, Jóhann Sigurðarson, Jörundur Ragnarsson
FSK: ab 6

Lange haben wir nicht darauf warten müssen, bis ein Nachfolger für den mittlerweile schon berühmt-berüchtigten Film „Three Billboards Outside Ebbing, Missouri“ aufgetaucht ist. „Gegen den Strom“ ist der zweite Spielfilm des isländischen Regisseurs Benedikt Erlingsson, dessen fabelhaft willensstarke und unerschrockene Protagonistin ein bisschen an die von Frances McDormand so brillant gespielte Antiheldin Mildred Hayes in dem oben erwähnten Kinomeisterwerk erinnert. Erlingssons Protagonistin Halla ist fünfzig und eine unabhängige Frau. Doch hinter der Fassade einer gemächlichen Routine führt sie ein geheimes Doppelleben. In ihrer arbeitsfreien Zeit ist sie eine Umweltaktivistin, die allein, mutig und zielstrebig die isländischen Anhöhen durchstreift, um Stromleitungen wegzureißen. Ökologiethriller mit viel (Strom-)Spannung, Märchen ebenso wie Komödie - außerordentliches, ausgefallenes Arthousekino! Nach „Von Menschen und Pferden“ bleibt der Filmemacher seinem Ansatz treu. Er bietet uns die ursprüngliche isländische Natur in wunderbaren Bildern an, gepickt mit surrealen Situationen. Dank der brillanten Hauptdarstellerin besitzt der Film auch poetische Eleganz und ist dabei trotzdem sehr komisch, inbegriffen einiger irrwitziger Verweise auf die Filmgeschichte. Sie dürfen gespannt sein.

 

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