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Im Schatten des Apfelbaums

Deutschland 2017
62 Minuten
Regie: Claudia Euen
FSK: ab 0

65 Jahre Ehe, vier Systeme, zwei Menschen, eine Liebe: Ilse und Wolfgang Gutsche sind ein ganzes Leben gut miteinander ausgekommen. Und sie würden alles wieder so machen.
Seitdem ich denken kann, waren meine Großeltern verliebt. Wenn sie uns besuchen kamen, nahm mein Großvater die Hand meiner Großmutter, sie küssten sich und wichen niemals von der Seite des anderen. Als ich erwachsen wurde, bemerkte ich, dass das nicht alle so machen.
Der Dokumentarfilm begleitet die beiden in ihrem Alltag, verfolgt ihre Gespräche, ihre Gedanken und ihr Glück, das seinen Anfang in einer Zeit nahm, die schwer und voller Entbehrungen war. Ilse und Wolfgang Gutsche sind Kriegskinder. Sie gehören zu den letzten Zeugen einer der größten Tragödien der Menschheitsgeschichte. Meine Jugend hingegen war unbeschwert, die DDR war Vergangenheit, ein Gefühl von Schwerelosigkeit. Mit der Liebe aber hatte ich kein Glück. Als mein Freund und ich uns trennten, fragte ich mich, wie meine Großeltern das bis heute geschafft haben? Was hält ihre Liebe am Laufen? Was tun sie, was andere nicht tun?
Im Schatten des Apfelbaums ist gleichzeitig Liebesgeschichte und Zeitdokument. Er spiegelt die Lebenswelten zweier Generationen und erzählt von zwei Menschen, die ein unsichtbares Band verbindet, die das Schicksal zusammentrieb und nicht wieder auseinander. Poetische Bilder erzählen von etwas, was selbst für die beiden nur schwer in Worte zu fassen ist.(Claudia Euen)

 

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